Ein Dreirad-Auto kann eine spannende Alternative zu einem klassischen Pkw sein – sei es als kleines Stadtauto, als Mopedauto oder elektrisch betriebenes Kabinenfahrzeug. Wer ein solches Fahrzeug kaufen möchte, muss wissen, welche rechtlichen, technischen und praktischen Besonderheiten damit verbunden sind. Hier sind wichtige Aspekte, damit der Kauf gelingt.

1. Arten von Dreirad-Autos

Es gibt mehrere Typen:

  • Kabinenroller / Kabinen-Dreiräder: meist elektrisch, teilweise mit Kunststoffkarosserie. Eignen sich für kurze Strecken in der Stadt.
  • Mopedauto-Variante: Fahrzeuge mit geringer Leistung und Höchstgeschwindigkeit (z. B. 25–45 km/h), oft mit Führerscheinklasse AM oder vergleichbar.
  • Dreirad-Motorroller / Trikes: Zwei Räder vorne oder hinten, Motorroller-Technik, teils sportlicher ausgelegt.
  • Leichtfahrzeuge / Leichtkraftfahrzeuge (Klasse L5e etc.): Größere Dreiräder mit höherer Leistung und Geschwindigkeit, oft mit mehr Komfort.

2. Rechtliche Voraussetzungen und Zulassung

Beim Kauf eines Dreirad-Autos in Deutschland müssen Sie auf folgende Punkte achten:

  • Führerschein: Viele Dreiräder fallen in Führerscheinklassen wie AM oder A, je nach Leistung und Geschwindigkeit. Für bestimmte Fahrzeuge kann auch ein Pkw-Führerschein erforderlich sein.
  • Zulassungsart: Es muss geklärt sein, ob das Fahrzeug zugelassen ist (StVZO, Homologation, EEC/EU-Zulassung). Fahrzeuge ohne passende Zulassung dürfen in Deutschland nicht auf öffentlichen Straßen benutzt werden.
  • Versicherung & Steuer: Dreirad-Autos brauchen Versicherung und – je nach Leistung – Kfz-Steuer. Für Fahrzeuge mit sehr geringer Leistung oder als Krankenfahrstuhl-Kategorie gibt es ggf. Ausnahmen.
  • Geschwindigkeit & Leistung: Beschränkung auf 25 km/h, 45 km/h oder darüber – das beeinflusst, wie das Fahrzeug geführt werden darf.
  • Sicherheitsausstattung: Beleuchtung, Bremsen, Spurbreite, ggf. Airbags oder Sicherheitsgurte – all das kann gesetzlich vorgeschrieben oder wünschenswert sein.

3. Technische Aspekte beim Kauf

Wenn Sie ein Dreirad-Auto kaufen wollen, sollten Sie auf diese technischen Kriterien besonders achten:

  • Qualität des Rahmens / Chassis: Da Dreiräder in Kurven meistens mit mehr seitlicher Belastung reagieren, ist ein stabiler Rahmen wichtig.
  • Antrieb und Motor: Elektro oder Verbrennung. Elektrofahrzeuge haben Vorteile bei Unterhalt und Geräusch, aber beachten Sie Akku, Reichweite, Ladezeiten.
  • Bremsen und Federung: Gute Bremsleistung vorne und hinten sowie eine Federung, die Unebenheiten dämpft, sind besonders wichtig, weil die Balance anders ist als bei einem Vierrad.
  • Komfort / Nutzbarkeit: Wie viele Personen sollen mitfahren? Wie ist die Sitzposition? Wie gut sind Türen, Windschutz, Wetterfestigkeit?
  • Ersatzteile & Service: Stellen Sie sicher, dass Ersatzteile verfügbar sind und es Werkstätten gibt, die das Fahrzeug warten können.

4. Preis & Kostenvergleich

  • Preise für neue bzw. fabrikneue Kabinen-Elektro-Dreiräder liegen je nach Ausstattung schnell zwischen etwa 7.000 € und über 10.000 €. Beispiel-Modelle wie der „Electroride PIXI“ oder „Electroride FROST“ zeigen Ausstattung und Reichweiten, die in dieser Preisklasse liegen.
  • Gebrauchte Dreiräder oder weniger ausgestattete Modelle sind günstiger, aber oft mit Kompromissen bei Reichweite, Ausstattung und Zustand.
  • Laufende Kosten: Strom (bei Elektro), Wartung, Versicherung und ggf. Kosten für Umbauten oder Anpassungen an die Straßenverkehrsordnung.

5. Beispielmodelle & Angebote

Hier sind ein paar aktuelle Angebote aus Deutschland zur Orientierung:

  • Electroride PIXI: Elektro Kabinenroller Dreirad mit E-Motors, Reichweite ca. 40-85 km, Zulassung in DE/EU, Preis nahe ~ 9.000 € je nach Ausstattung.
  • Electroride FROST: Ähnlich wie PIXI, Dreirad-Elektroauto, zwei Personen, 30-70 km Reichweite, mit Heizung etc.
  • Elektrische Dreirad Cargo-Modelle bei spezialisierten Shops (z. B. MoveEco) mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen (25 km/h oder 45 km/h) je nach Zulassung.

6. Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Geringerer Platzbedarf; ideal in der Stadt.
  • Meist geringere Kosten für Unterhalt bei Elektro-Dreirädern.
  • Wenn richtig zugelassen: Fahrspaß und oft günstigere Steuer/Versicherung.

Nachteile:

  • Reichweite und Komfort bei Elektrofahrzeugen oft begrenzt.
  • Straßenzulassung und Sicherheitstechnisch können Kompromisse oder Umbauten nötig sein.
  • Bei Regen, Wind oder schlechter Witterung sind diese Fahrzeuge weniger komfortabel als vollwertige Pkw.
  • Wiederverkaufswert kann unsicher sein, da Markt noch überschaubar.